Wettermodelle erklärt
Was numerische Wettermodelle leisten, warum Ensembles wichtig sind und warum Modellname und Produktqualität nicht dasselbe sind.
Was ist ein Wettermodell?
Ein numerisches Wettermodell berechnet die Entwicklung der Atmosphäre mithilfe physikalischer Gleichungen, Anfangsbedingungen und Beobachtungsdaten. Die Ergebnisse werden als Modellprognosen für Gitterpunkte oder andere Datenrepräsentationen bereitgestellt.
Beispiele
ECMWF IFS
Globales numerisches Vorhersagesystem des ECMWF.
DWD ICON
Modellfamilie des Deutschen Wetterdienstes mit globalen und regionalen Ausprägungen.
GFS
Global Forecast System von NOAA/NCEP.
AIFS
KI-basiertes Vorhersagesystem des ECMWF.
Was ist ein Ensemble?
Ein Ensemble besteht aus mehreren Prognoseläufen, die unterschiedliche Anfangsbedingungen oder Modellannahmen abbilden. Daraus können Informationen über Unsicherheit und Wahrscheinlichkeiten entstehen.
Modellauflösung ist nicht Forecast Accuracy
Was Anbieter daraus machen
Ein kommerzielles Produkt kann mehrere Modelle kombinieren, statistisch nachbearbeiten, räumlich downscalen, mit Beobachtungen korrigieren oder eine eigene Modell-/Mix-Logik verwenden. Deshalb sollte ein Vergleich immer zwischen Modell, Datenquelle und Produkt unterscheiden.
Warum Wettermodelle wirtschaftlich relevant sind
Ein Modell ist kein Business Case. Relevant wird es erst, wenn Modellinformation eine Entscheidung verbessert. Deshalb sollten Modellqualität und wirtschaftlicher Wert getrennt betrachtet werden.
Technische Kennzahlen beschreiben die Prognoseleistung.
Der wirtschaftliche Wert hängt zusätzlich von Kosten, Verlusten und der konkreten Handlungsoption ab.
ECMWF zeigt, dass probabilistische/Ensemble-Prognosen für unterschiedliche Kosten-Loss-Situationen zusätzlichen wirtschaftlichen Wert liefern können.
Quelle: ECMWF Economic Value.